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Keine Zerbster Kinder mehr?

Der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann zur Schließung der Geburtenstation

Als mir am Montagmorgen der Klinikgeschäftsführer telefonisch die Entscheidung zur Schließung der Geburtsstation mitteilte, war ich sowohl über die Entscheidung wie auch über die Kurzfristigkeit geschockt. Natürlich ist der Betrieb einer Station nur mit den erforderlichen Fachkräften möglich, da wird kaum jemand ernsthaft widersprechen. Das Krankenhaus gehört aber mit allen seinen Bereichen zum Grundverständnis unserer Stadt. Insofern habe ich noch am Montag das Gespräch mit der Sozialministerin gesucht und am Dienstag dann ein Gesprächsangebot von Staatssekretärin Beate Bröcker bekommen. Auch wenn ich als Bürgermeister keinerlei Einfluss auf die Entscheidung der Klinikleitung, geschweige denn des Konzerns habe, möchte ich nichts unversucht lassen, die Geburtsstation zu behalten. Dass die Zerbster Klinikleitung sich dem Gespräch mit Vertretern des Sozialministeriums am kommenden Mittwoch an meinem Tisch nicht verschließt, ist schon mal gut. Ich werde am Abend dann den Stadtrat unmittelbar unterrichten.

Investition kontra Personalbindung

SPD-Stadtratsfraktion und -Ortsverein zur Schließung der Geburtenstation

Der SPD-ORTSVEREIN und auch die Stadtratsfraktion verurteilen die Entscheidung der Klinikleitung der Zerbster Heliosklinik, zum 1. Juli die Geburtsstation und damit das Mutter-Kind-Zentrum zu schließen. Diese Einrichtung hat sich gut etabliert und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine tolle Arbeit geleistet.

Nun innerbalb von 14 Tagen das Aus zu verkünden, kommt nicht nur überraschend, sondern war mit Sicherheit länger vorbereitet.

Die in den Pressemeldungen der Klinikleitung zu ärztlichen Neubesetzungen deutlich werdende häufigen Personalwechsel legen den Verdacht nahe, dass ein Teil des Personalmangels hausgemacht ist.

Nun dient das als Begründung für die Schließung, das erscheint als einfachste aber auch als falsche Lösung.

Die Klinikleitung ist aufgefordert, die Entscheidung zu überdenken! Wir begrüßen es, dass Bürgermeister Andreas Dittmann die Klinikleitung und Vertreter des Sozialministeriums des Landes Sachsen-Anhalt zu Gesprächen über die Zukunft der Geburtsstation an seinen Tisch holt.