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Quo vadis SPD?

Die Mutterpartei macht den Mitgliedern eine Entscheidung mehr als schwer ... oder eben leicht

Die Diskussion um einen möglichen Koalitionsvertrag zwischen SPD und Union bewegt nicht nur die Mitglieder der SPD. Doch gerade diese werden nun gefragt sein. Inhaltlich lässt sich derzeit noch nicht wirklich viel zum erzielten Verhandlungsergebnis sagen, doch was die Verteilung der Ministerien angeht, scheint die SPD gut und stark verhandelt zu haben. Doch was nützt diese Verhandlung, wenn inzwischen Namen gehandelt werden, wer die Ministerposten einnehmen soll oder gar will. Genau mit den Namen steht und fällt die Zustimmung der Basis zum Koalitionsvertrag vordergründig. Die Mehrheit des SPD-Ortsvereins Zerbst/Anhalt hat die politische Kehrtwende der Mutterpartei und damit ihre Öffnung zur Verantwortungsübernahme für unser Land begrüßt - doch von Beginn an mit der Forderung, dass dies nur mit neuen Namen - also ohne Martin Schulz, Andrea Nahles und weiteren Personen aus den Reihen eins bis drei - glaubwürdig vermittelbar ist. Wer sich am Wahlabend und dessen Folge immer wieder gegen ein Regierungsbündnis mit der Union gewehrt hat oder der Bundeskanzlerin und Ihrem Gefolge "ab morgen auf die Fresse" hauen will, hat weder am Verhandlungstisch noch in einer möglichen Regierung etwas verloren. Und wer für die Erneuerung einer SPD einsteht, der solle sich auch diesen Aufgaben widmen oder den Platz für Mitglieder räumen, die tatsächlich für einen Politikwechsel und sozialdemokratische Werte und Realpolitik stehen.

Aus Verantwortung für unser Land kann es nur eine Zustimmung für eine Regierungskoalition aus SPD und Union geben - mit einem (Außen-)Minister Schulz und einer Partei-Chefin Nahles jedoch dann wohl doch nicht!